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Was sind Qualzuchten?

Das Tierschutzgesetzt verbietet in Deutschland die Zucht von Tieren, durch die wissentlich den Tiere Leid oder Schmerz zugefügt wird. (TierSchG §11b)

Es bleibt nun herauszufinden, was für eine Maus Leid bedeutet und wo es anfängt.  
Unserer Meinung nach leidet eine Maus, wenn man ihr körperlichen Schaden zufügt oder sie psychischen Stress aussetzt. 
Körperliche Schäden können Wasser- oder Futterentzug, sehr verschmutze oder zu enge Käfige, unbehandelte Verletzungen, aber auch das Fehlen von Körperteilen, Behinderungen sowie Stoffwechselstörungen wie Adipositas bedeuten. Unter psychischen Stress verstehen wir das Alleinsein einer Maus, aber auch das erzwungene Zusammenleben von zwei oder mehrer adulten Männchen, sowie unharmonische Großgruppen, ebenso wie Verhaltensstörungen.

All dies sollte selbstverständlich vermieden werden!

Man bezeichnet also eine Zuchtform, die offensichtlich Leid für die Maus bedeutet, als Qualzucht.

In Deutschland ist es üblich, dass folgende Varianten als Qualzuchten angesehen werden:

-Langhaarmäuse
-Lockenmäuse
-Nacktmäuse
-Mäuse ohne Schwanz
-Mäuse mit angezüchtetem Adipositas ( Ay-Gen), sogenannte Dominant Red oder Yellow Mäuse


Wir versuchen nun an einigen Beispielen kurz zu verdeutlichen, warum diese Varianten als Qualzuchten gelten. 

Langhaar-, Locken- und Nacktmäuse
Die verschiedenen Gene, welche die Veränderungen des Fells bewirken, wirken sich gleichzeitig auf die Fibrissen, den Tasthaaren/ Schnurrhaaren, aus, dies bedeutet, dass sie länger/ gebogen/ gekräuselt sind oder ganz fehlen (bei Nacktmäusen). Eine züchterische Trennung dieser Koppelung ist nicht möglich. Unter dem Aspekt, dass der Tastsinn durch die Fibrissen das WICHTIGSTE SINNESORGAN der Maus ist, kann man sich nun ihre „Behinderung“ vor Augen führen: die Maus ist desorientiert, teils blind und hat im Extremfall sogar Schmerzen.

Mehr zum Thema Tastsinn der Maus:

Tastsinn der Maus -von Susanne Günther


Schwanzlose Mäuse
Mäuse nutzen ihren Schwanz um sich beim Klettern festzuhalten, er dient außerdem zum halten des Gleichgewichtes und ist Bestandteil ihre Kommunikation untereinander.

genetisch adipöse Mäuse
Das Ay-Gen beeinflusst nicht nur die Fellfarbe (rötlich-golden) sondern auch erheblich den Fettstoffwechsel. Diese Mäuse werden extrem Fettleibig, egal bei welcher Fütterung, es ist genetisch veranlagt, und führt zu einer verkürzten Lebenszeit, sowie verminderten Lebensqualität. Wer dennoch nicht auf diese Fellfarbe verzichten möchte, sollte lieber auf des Gen e  zurückgreifen, das rez. Red, welches frei von genetischen Dispositionen ist.

eine genau Auflistung aller Qualzuchten mit Fotos finden Sie <hier>


Verantwortungsbewusste, seriöse Züchter sollten dringend abstand von Qualzuchten nehmen!

 
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